Schwarz zieht ab

Veröffentlicht am 3. Dezember 2023 um 09:24

Es ist Sonntag Morgen und ich sitze mit einem Kaffee am Esstisch und schreibe.

Wenn ich auf mein inneres Meer schaue, ist es ruhig und glatt, keine tosenden schäumenden Wellen mehr.

Was ist passiert, nach der tiefen schwarzen Zeit?

Ich habe mich entschlossen, ein Ventil am Kopf, welches den Druck im Inneren mindern könnte, zu öffnen.

Also habe ich am Samstag Morgen meine Frau auf meinen Zustand angesprochen. Ich habe ihr von meinem Inneren Schwarzen Monster erzählt und wie chancenlos Weiß nun in der Ecke kauert und hofft, dass Schwarz bald abziehen wird.

Ich habe ihr erklärt, dass Weiß diesen Kampf verlieren wird. Und ich habe ihr erzählt, was da in meinem Kopf abgeht.

Wie Schwarz auf Weiß einprügelt, um es zum Schweigen zu bringen.

Wir haben lange darüber gesprochen. Vieles hat sie nicht verstanden, wie auch, ich verstehe mich ja selbst kaum.

Anderes hat sie verstanden, oder zumindest aufgenommen. Im Anschluss hat sie mir noch den Spiegel vorgehalten und mir gezeigt, wie denn wohl mein Verhalten war und wie es bei ihr angekommen ist. Nicht nur das in der Schwarzen Situation, auch im Alltag. 

Ich habe durch ihre Aussagen vieles neu bewerten können und für mich auch Punkte gefunden, wo ich etwas anders machen kann und sollte.

War das meine Chnace aus der schwarzen Situation  zu entfliehen?

Eine Allianz, ein Zusammentun, von Weiß und meiner Frau, zu einer Einheit?

Das war die Lösung? Aktuell wohl ja!

Auf der Waage wurde das Gewicht auf der weißen Seite durch meine Frau erhöht. Schwarz wurde nun leichter und zugänglicher.

Zusammen haben wir Schwarz dann erreichten können und ruhigstellen können (ruhiger).

Meine Frau hat sich auch klar gegen die erneute Einnahme von Venlaflaxin ausgesprochen. Sie möchte diesen Zustand nie wieder erleben! 

Was ist also die Lösung? 

Ich muss sie früher ins Boot holen! Ich muss früher sprechen und reden. Ich habe ihr gesagt, dass ich sie vor meinen schwarzen Aussagen schützen möchte, deswegen vermeinde ich es im schwarzen Modus mit ihr zu sprechen, mich ihr zu öffnen. Dann hat Schwarz eine volle Chance SIE anzusprechen und zu verletzten.

Es baut sich aber weiter auf, also muss ich es frühzeitig stoppen, durch die Allianz. Sie schützen kann ich dann immer noch und mich zurückziehen aus den Gesprächen. 

 

Sie hätte es gerne, dass ich wieder zu einer Therapie gehe. Ich habe ihr gesagt, dass ich nach fast 10 Jahren Therapie, da wirklich kein Weiterkommen sehe. Ich war ja sogar lange bei einer Psychiaterin, die mich sehr lange betreut hat.

Eine Gesprächstherapie, ist da die kleiner Wertung auf der Skala. Ich bin klar austherapiert worden.

Ich werde auch keinen Spezialisten finden, der eine NPS Störung behandeln wird, diese wird ja noch nichtmals als KRANKHEIT anerkannt.

Frage: Wie heilt man eine NPS? (Link dazu: eine NPS ist nicht heilbar)

Antwort: Durch Suizd, denn eine NPS ist nicht heilbar, sie ist wenn überhaupt händelbar und das versuche ich hier im Block zu schreiben, zeigen, darzustellen,... Weg vom Suizid, ist mein Motto. Eine Lösung finden um zu leben.

Vielleicht finde ich ja mal einen Psychiater, der aus meinem Block eine Therapie "baut". Das ist narürlich ein Wunschgedanke, ein Traum.

Die einzige Chance die ich habe, ist einen Weg zu finden, der nicht all zu viele Scherben aufweist oder verursacht.

Vielleicht wende ich mich mal erneut an Dr. Pablo Hagemeyer, den "freundlichen Narzissten"!

Der hat seinen Weg gefunden. Nun gut, er ist aber auch Psychiater, er hat da klar einen Vorteil uns anderen gegenüber. Seine Bücher haben mich sehr inspiriert und haben mir sehr geholfen. Ohne diese Bücher hätte ich auch den Blog nicht ins Leben gerufen.

 

Was mir auf jeden Fall hilft, ist das Schreiben hier im Blog. Wenn ich Schwarz bin, lese ich gerne meine alten Einträge, um mich vorzubereiten was da kommt, oder abzuleiten was ich früher gemacht habe um gegenzusteuern.

Es hilft, ich bin dann etwas abgelenkt und suche intuitiv nach Wegen aus der Dunkelheit.

Vielleicht wird mir dieser Beitrag hier einmal helfen. Ich habe ja hier eine momentane Lösung gefunden. Vielleicht klappt das ja nochmal und ich werde mit dem Text hier aktiv an einer Lösung aus dem Ausstieg aus Schwarz arbeiten.

 

Werden wir sehen.

 

Noch ein paar Sätze zum Suizid. Man sagt, wer über Suizid spricht, droht anderen damit und manipuliert.

Ich sehe das etwas anders, ich spreche über Suizid, da ich seinen Sog kenne. Ich möchte ihn sehen und auf Distanz halten. Wer seinen Feind beobachtet, wird nicht überrascht, wenn er vor einem steht!

Ich drohe nicht mit Suizid, wenn ich ihn nutzen will, nutze ich ihn, ohne darüber zu sprechen. 

Es ist ein bedrohliches "Dingen", eine geladenen Waffe, die es gilt sehr gut zu schützen und zu verschließen. Aber nicht durch schweigen. 

Warum weiß ich inzwischen, dass Suizid nicht "gut" ist?

Ich würde ein paar Leute um mich herum in finanzielle Bedrängnis führen, ich würde meinem Sohn ein Trauma verpassen, von dem er sich wahrscheinlich nicht erholen wird. Ich würde die Seele meiner Frau erwürgen, treten, verbrennen,...

Ich kann nicht mein Inneres zu der Last und Sorge der Anderen machen. Ich bin ein Narzisst, aber bein Psychopath!

Das habe ich so fest in meinem Kopf verankert und immer wenn ich in die Nähe vom Suizid komme, sage ich mir das auf. An Position eins stehen da klar meine Frau und mein Sohn, dahinter kommen ein paar andere wichtige Menschen in meinem Leben.

 

Kein Suizid, aber auch keine Lust am Leben. Ich bin hier und kann es nicht ändern, mach das beste daraus. So denke ich, wenn ich einigermaßen klar im Kopf bin.

Und manchmal, ja manchmal bin ich glücklich, glücklicher und intensiver im Gefühl als vielleicht ein "Normalo".

Meine Bipolare Störung hebt die Gefühle um ein 9-faches an. Meine Glücksgefühle fühlen sich wahrscheinlich an, wie unter Drogen. Ich weiß es nicht, denn ich meide Drogen. Drogen auf eine Bipolare Störung ist wahrscheinlich wie einem Hamster im Laufrad auf Höchstgeschwindigkeit noch RedBull zu spritzen. 

 

 

So und nun schönen Sonntag Euch 

 


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Kommentare

Marie
Vor 7 Monate

Neeeee wat toooooll

Mari
Vor 6 Monate

Du trinkst doch gar keinen Kaffee! Das würde deinen gebleachten Zähnen nicht gefallen auch wenn es dir sonst sicherlich gut stehen würde ein erfolgreicher Unternehmer der Kaffee trinkt.

Klaus-Bodo
Vor einem Monat

Mein Gott ey was geben Sie einen Mist von sich!