Eine echt harte Geschichte eines Lesers!

Veröffentlicht am 1. Dezember 2023 um 08:25

Ein echt verdammt harte Geschichte eines Lesers:

 

"2009 habe ich meine Diagnose NPS nach einem 6 monatigen stationären Aufenthalt bekommen. Mein Problem ist, dass ich zudem noch ein pathologischer Lügner bin. Das heißt, sobald ich gekränkt bin, fighte ich nicht nur zurück, sondern baue mir schnell im Kopf eine Scheinwelt auf, die es dann zudem zu verteidigen gilt. Das macht die Sache noch durchaus komplizierter."
IbeN (Ich bin ein Narzisst): Das kenne ich aus meinem früheren Leben auch. Ich habe, um mich selbst zu schützen, Storys erfunden und diese mir im Kopf als richtig hinterlegt. Somit konnte ich mein Verhalten rechtfertigen. Bringt aber nur ärger auf Dauer, da man damit aneckt. Ich habe dies in meiner ersten Ehe praktiziert und mit dem Ablauf meiner Ehe vollständig eingestellt. Heute spreche ich schonungslos die Wahrheit in meinem Kopf aus. Der erste Weg, dies zu ändern, führt über das Eingeständnis.

  
"Oft denke ich mir, als psychopathischer Narzisst hätte man es deutlich einfacher. Dann ist es einem egal, was mit den anderen passiert. Keine Empathie. Oder sterben. Dann hat man den Leidensdruck hinter sich."
IbeN: Ja, so habe ich auch sehr lange gedacht und nachdem ich meine Gefühle zulasse und wahrnehme, denke ich im Schwarzen Modus auch so. Nichts fühlen, oder einfach sterben und fertig.


"Im letzten Jahr bin ich beruflich umgezogen und habe einen neuen Job angenommen. Daraus resultierte dann ein Einsamkeitsgefühl, das es zu füllen galt. Da ich zudem meine Tabletten abgesetzt habe, um besser zu performen, bin ich voll in eine Psychose gelaufen. Habe von Freiheit und einem leichten Leben geträumt und das auch ausgelebt, habe meine Frau mehrfach betrogen und eine zweite Beziehung aufgebaut… ich bin so ein Arschloch."

Auch hier habe ich dies in meiner ersten Ehe auch so gehalten!

"Irgendwo im Hinterkopf hat Weiß dann aber auf eine Eskalation hin gearbeitet und es geschafft, dass es so richtig geknallt hat. Aber Zugeben konnte ich das alles immer noch nicht völlig. Salami-Taktik, damit ich mich nicht völlig aufgebe. Fazit: mal wieder Freunde verloren (auch wenn das keine echten Freunde waren) meine Frau so fertig gemacht, dass sie im Moment arbeitsunfähig ist und meine großen Kinder dazu gebracht, keinen Kontakt mehr zu mir zu wollen. FUCK."

IbeN: Das ist ein Problem, da solltest Du ansetzten, dass es ihr wieder besser geht.(Leicht gesagt, aber in diesem Fall wohl das wichtigste).

"Jetzt kommt die große Selbstmitleidswelle, die Unterwerfung zu jeglichen Strafen und der Versuch, zu retten, was zu retten ist. Zumindest bin ich wieder halbwegs weiß, also so, dass ich alles hinterfragen kann. Und die Angst, verlassen zu werden, hilflos zu sein, alles falsch zu machen. Zum Kotzen.


Dieses ständige Kämpfen zwischen Schwarz und Weiß macht mich mürbe. Am liebsten würde ich einfach gehen. Aber mein Pflichtbewusstsein hindert mich."

IbeN: Ja, auch da verstehe ich. Ich befinde mich aktuell auch in einem sehr schwarzen Zustand. Diese Kämpfe zwischen schwarz und weiß fressen mich innerlich auf. Zerfressen mich. Es ist wie Säure im Blut. Ich wünsche dann, dass es einfach aufhört. Tut es aber nicht und ich versuche es zu ertragen. Drüber reden? Nein, kein Normalo würde das verstehen und mich lediglich verurteilen. Mal sehen, vielleicht mache ich heute noch ein Thema daraus, was da gerade in mir los ist. 

"Ich könnte noch ewig schreiben, aber für heute muss es reichen."

IbeN: Danke f0r Deine Geschichte. Ich hab bisschen was dazu gesagt, ich finde es persönlich wichtig, wenn man zu seinen Aussagen auch Reaktionen bekommt. Stillschweigend etwas lesen und nicht reagieren, ist nicht mein Stil und ich wünsche es andersherum ja auch.  

"Gut, dass es jemanden gibt, der ähnlich verkorkst ist. Gut, dass Du das öffentlich machst. Wir sind vielleicht Monster - aber mit Gewissen."

IbeN: Danke für dieses Abschluss Satz.

 

 


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Kommentare

Peto
Vor 8 Monate

Im Laufe der letzten 20 Jahre waren es 5 Frauen. 5 mal ein verdrehtes Bild von meiner Frau dargestellt, die das nicht verdient hat. Sie schlecht gemacht, um mich kurzzeitig besser zu fühlen. 5 mal das Gefühl von Einsamkeit, von „nicht dazu gehören“ durch Überschreiten sämtlicher roter Linien kurzfristig durch eine narzisstische Übersprungene-Handlung ersetzt. Typisch Narzisst. Ohne Rücksicht auf Verluste. Und am meisten trifft es die, die es am wenigsten verdienen. Meine Frau. Meine Kinder.

Mariejane
Vor 2 Monate

Hallo peto. Ich möchte dich gerne daten