Thema "angegriffen fühlen"

Veröffentlicht am 13. Juli 2023 um 11:49

Das Thema "angegriffen fühlen" und eine passende Frage einer Leserin dazu:

 

"Guten Nachmittag Herr Narzisst!
Mir sind mehrere Dinge in den Kopf gekommen. Bezüglich der Mitarbeiterin wollte ich noch sagen, dass jeder Mensch ja von sich aus eine Persönlichkeit mitbringt und sich bei anderen Menschen grundsätzlich ähnlich verhält, klar natürlich hängt es auch von dem Gegenüber und der Situation ab.. Was ich sagen möchte, ist, dass Menschen (auch wenn es sich so anfühlt) nichts persönlich gegen dich haben und es böse meinen, wenn sie sich negativ verhalten und dir aus deiner Sicht schaden oder dich verletzen. Ich sage das nicht, um dich zu verunsichern oder dir deine Gefühle abzusprechen, sondern um die Wut auf die Mitarbeiterin zB etwas zu mildern, was ja auch für dich angenehmer ist.
Oft geben sich Menschen mehr Mühe als man denkt oder aber das, was man von ihnen fordert, widerspricht dem, was sie gerade im Rahmen ihrer Möglichkeiten tun können.
Vieles, was Menschen machen, bezieht sich gar nicht auf dich, ist aktiv gegen Dich, sondern eher ein Ausdruck ihrer Persönlichkeit.
Ich kann verstehen, dass es dich wütend macht, wenn dein Bedürfnis nach Autorität frustriert wurde. Finde ich aber super, dass du dich vor der Mitarbeiterin zusammenreißt!
Es gibt ja auch einfach Menschen, die gerne selbst bestimmter arbeiten und gerne eigene Ideen mit einbringen wollen zB, die einen sind eigensinniger und die anderen weniger."

 

Bei dem Thema mit der Mitarbeiterin, gebe ich dir natürlich recht. Nüchtern, ohne Emotionen betrachtet, ist das sicherlich so.

Ja, es ist richtig, dass ich Dinge die andere machen, oder Sätze die sie sprechen, eindeutig als Gegenwehr gegen mich sehe. Ich fühle mich dann angegriffen. Ich habe das große Problem, dass ich sehr schnell Aussagen oder Handlungen von meinem Gegenüber als Angriff sehe. Ich nehme dann alles persönlich, obwohl es vielleicht pauschal gemeint ist. Ich bin das Problem, nicht das Problem ist das Problem, so zumindest dann meine Einstellung. Ich bin das Problem und ich weiß vielleicht gerade nicht, wie ich es ändern soll und das bringt mir enormen Druck. Ich bin das Problem, nicht der Stau, der da gerade vor mir ist! Ich hätte es besser planen müssen, mich informieren müssen, anders fahren müssen, ich hätte etwas machen müssen. 

Woher kommt das? Ganz klar von meiner Mutter und später von meiner Ex-Frau. Ich war immer der Verantwortliche, wenn etwas nicht funktioniert hat, wie es sollte. Dann hätte ich halt etwas anders machen müssen. 

Ich fühle mich auch immer sofort schuldig und schlecht, wenn etwas nicht klappt, wie vorgesehen.

Beispiel: Wir wollen in den Zoo und es regnet, ich bin Schuld weil, hätte ich einplanen können, eine Alternative planen müssen oder einen anderen Tag oder einen anderen Zoo planen müssen.

Dies hat zur Folge, dass ich gereizter bin als normal. Ich arbeite im Inneren an einer Lösung, an einer Erklärung, an einer Rechtfertigung, weil es das ist, was ich früher machen musste. Ich musste mich rechtfertigen für den Fehler.

 

Schuld ist immer ein riesen Thema bei mir. Ich trage für vieles die Schuld, ob ich etwas dafür kann oder nicht, ist egal. Ist schon paradox, aber dennoch fest als Glaubenssatz in meiner Selle festgeschrieben.

Läuft etwas nicht wie gewünscht, hätte ich vorher agieren müssen, jetzt zu reagieren ist zu spät. Klare Aussage meiner Mutter und meiner Ex-Frau.

"Sieh zu, dass du was machst", war der originale Satz von beiden!

 

 

Ich möchte, für mein Leben, weniger Schuld empfinden. Daran arbeite ich.

 

 

 


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