Ich-bin-ein-Narzist.de

Veröffentlicht am 27. Mai 2023 um 15:14

Ich habe heute die Seite "Ich-bin-ein-Narzisst.de" gebucht. Mein Zeichen, dass es weitergeht.

Alleine schon, dass ich meine erste Wahl der Domäne direkt buchen konnte, zeigt, wie wenig auf meiner Seite sich outen. Das will ich ändern.

 

Bitte gebt mir Rückmeldungen und gerne auch Fragen. Ansonsten schreibe ich weiter, was mir in den Kopf kommt. Mal mehr und mal weniger, so wir es bei mir passt. Ich hoffe ich werde in meiner nächsten narzisstischen Episode in der Lage sein live zu schreiben, ansonsten schreibe ich danach dann darüber, aber ich möchte definitiv die Episoden einfangen und aufschreiben.  

 

 

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Kommentare

Peto
Vor 7 Monate

2009 habe ich meine Diagnose NPS nach einem 6monatigen stationären Aufenthalt bekommen. Mein Problem ist, dass ich zudem noch ein pathologischer Lügner bin. Das heißt, sobald ich gekränkt bin, fighte ich nicht nur zurück, sondern baue mir schnell im Kopf eine Scheinwelt auf, die es dann zudem zu verteidigen gilt. Das macht die Sache noch durchaus komplizierter.

Oft denke ich mir, als psychopathischer Narzisst hätte man es deutlich einfacher. Dann ist es einem egal, was mit den anderen passiert. Keine Empathie. Oder sterben. Dann hat man den Leidensdruck hinter sich.

Im letzten Jahr bin ich beruflich umgezogen und habe einen neuen Job angenommen. Daraus resultierte dann ein Einsamkeitsgefühl, das es zu füllen galt. Da ich zudem meine Tabletten abgesetzt habe, um besser zu performen, bin ich voll in eine Psychose gelaufen. Habe von Freiheit und einem leichten Leben geträumt und das auch ausgelebt, habe meine Frau mehrfach betrogen und eine zweite Beziehung aufgebaut… ich bin so ein Arschloch.

Irgendwo im Hinterkopf hat Weiß dann aber auf eine Eskalation hin gearbeitet und es geschafft, dass es so richtig geknallt hat. Aber Zugeben konnte ich das alles immer noch nicht völlig. Salami-Taktik, damit ich mich nicht völlig aufgebe. Fazit: mal wieder Freunde verloren (auch wenn das keine echten Freunde waren) meine Frau so fertig gemacht, dass sie im Moment arbeitsunfähig ist und meine großen Kinder dazu gebracht, keinen Kontakt mehr zu mir zu wollen. FUCK.

Jetzt kommt die große Selbstmitleidswelle, die Unterwerfung zu jeglichen Strafen und der Versuch, zu retten, was zu retten ist. Zumindest bin ich wieder halbwegs weiß, also so, dass ich alles hinterfragen kann. Und die Angst, verlassen zu werden, hilflos zu sein, alles falsch zu machen. Zum Kotzen.

Dieses ständige Kämpfen zwischen Schwarz und Weiß macht mich mürbe. Am liebsten würde ich einfach gehen. Aber mein Pflichtbewusstsein hindert mich.

Ich könnte noch ewig schreiben, aber für heute muss es reichen.

Gut, dass es jemanden gibt, der ähnlich verkorkst ist. Gut, dass Du das öffentlich machst. Wir sind vielleicht Monster - aber mit Gewissen.

Karl
Vor 4 Monate

Hey Peto,

Ich finde gut das du dich hier offenbart, das du sagst was du denkst und das auch du zeigst : mann ist kein Monster ,auf jeden Fall nicht immer ..manchmal wenn der dunkle Typ in uns einfach alles einreißt ..frei dreht und nicht zu stoppen ist...ich kenne das gefühl zermürbt zu sein und nicht mehr zu können aber dennoch niemals aufzugeben....immer weiter weiter .
Du bist nicht alleine 🖐🏻