Was von heute

Veröffentlicht am 25. Mai 2023 um 14:03

Scheiße aufgewacht, zweite Tag in Folge. Benommen, schläfrig und völlig platt. Ich habe ewig gebraucht um in den Tag zu kommen. Das bringt natürlich so seine Risiken mit sich. In solchen Fällen, habe ich Angst, zu nah an den Krater der Schwarzen Seite zu kommen. Es fehlt quasi die Kraft, stetig gegenzudrücken. Da geht ein Abrutschen sehr schnell. Ich bin dann schnell im Modus nachzudenken und vieles oder alles als sinnlos zu sehen. Schnell komme ich durch einen falschen Gedanken in den Fall, mit den Auswirkungen die daraus resultieren.

 

Körperlich fühlt sich das so an, als würde ich in einem Titanium-Mantel stecken. Ich bin nicht erreichbar von außen. Ich bin vollkommen introvertiert und mit mir selbst beschäftigt. Über meine Arbeit kann ich mich dann noch ablenken und stützen, dennoch bin ich fern abgeschottet von der Außenwelt. Das hat so seine Nachteile, wie soll ich da Empathie empfinden? Wie soll ich da auf andere Menschen achten können. Stetig in der Angst abzurutschen.

 

Gefährlich ist ein Song im Auto, der mich sentimental anschlägt und sofort in eine Trauer versetzten kann. Andersherum geht es leider nicht, glücklich zu sein, durch einen coolen freudigen Song. Alles ist auf schwarz ausgerichtet. Jetzt darf mir bloß nichts in die Quere kommen, dann bricht sofort der Narzisst aus. Er muss sich dann behaupten und verteidigen. Ich habe mal auf einer Autofahrt vor einiger Zeit einen Rap-Song über einen Suizid-Kandidaten gehört. Er hat mich angezogen, der Song und ich konnte nicht weghören oder umschalten. Wumm, war ich drin in dem Gedanken, Suizid zu begehen. Der Song hat mich animiert, mich dem Gedanken hinzugeben. Letztlich bin ich nicht ins Büro gefahren, sondern bin wie benommen Stunden durch die Gegend gefahren und habe meine Fahrt letztlich vor einer Klinik (Psychiatrie) beendet.  Dort stand ich dann noch einige Zeit und bin irgendwann auf die Idee gekommen, doch mal meine Frau anzurufen. Sie hat mich dann letztlich wieder in die Normalität geholt.

So schnell geht das. Also spielt keine Songs über Suizid im Radio, das ist lebensgefährlich für den jeweiligen Hörer.

 

Weiter zum Titanium-Mantel. Ich bin also gefangen in mir selbst. Alles außenherum ist abgeschirmt. Ich bin gereizt und empfänglich für  Diskussionen. Man kann mich emotional nicht erreichen. Die Empathie ist abgeschaltet. Spricht mich jetzt jemand falsch an, reagiere ich narzisstisch und schlage sofort verbal zu. Dieser Zustand hält dann meisten an, bis ich einen neuen Tag starte. Schlafen ist meist wie resetten. Für meine Umgebung ein schweres Los, es sein denn, du willst gerade einen Kampf führen, und stichst mich an und lenkst sofort auf ein Thema was bekämpft werden muss. Dann starte ich durch. 

Ich habe lange gebraucht, das so für mich festzustellen. Ich bin froh, dass ich das heute alles so weiß, so bin ich bedingt von innen heraus selbst händelbar. Kaum vorstellbar wie das war, als ich das alles noch nicht wusste. Da war dann immer dieses große Raum in dem ich mich befand, den ich aber nicht deuten konnte. Das größte Vorankommen ist wirklich, dass ich nun die schwarze und weiße Seite kenne und erkenne. 

Vorher habe ich das Problem nicht fassen können und habe meine Hilfe immer im Außen gesucht. Ein fataler Fehler, denn es gibt keine Hilfe im Außen, die Hilfe kann nur von Innen stattfinden. Durch mich selbst. Ich muss mich in solchen Situationen selbst in dieser Situation erkennen und mich annehmen. 

Wenn ich später über Eifersucht und Trotz schreibe, kommen noch ganz andere Sache hervor. 

 

 

 


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Kommentare

Heiner
Vor 2 Monate

Ganz ehrlich gesagt. Ihre Scheiße kann man sich nicht geben. Entwickeln Sie mal Ihre Persönlichkeit!
Sie beleidigte Dauerleberwurst wenn man es mal so sagen darf